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Öffentliches Kartentelefon

Ökart-Zug



oeffentliches Kartentelefon C-Netz BOSCH OF7

Bauzeit:

1991-96 : ca. 400 Stück im InterCityExpress

weitere 600 baugleiche im Interregio und Intercity




Servicekarte dazu

Programmierkarte Zugtelefon C-Netz
Um Missbrauch zu verhindern, konnte die Servicekarte nur innerhalb von 3 Minuten nach Einschalten der Stromversorgung (übrigens 110V Gleichspannung) benutzt werden. Auch war die Karte PIN geschützt.





Auch wenn es nicht danach aussieht:

Das Ökart-Zug beruhte auf dem Standard Autotelefon BOSCH OF7.

Dazu gab es eine Anschalteinheit Funkkartentelefon (AEFK) mit Spannungswandlung (110Volt auf 12Volt), Signalanpassung, Kartenauswertung und Anschlussmöglichkeit eines Anrufbeantworters; das Ganze als Steckkarten im 19“ Rahmen.

Hinzu kam ein Tunnelfunksender (der verdoppelte die Ausgangsleistung des OF7 auf 30Watt) und ein Bedienterminal (SMC) für Servicezwecke.

Das Ganze war auf einer Platte zur mobilen Überleiteinrichting (MUELE) zusammegefasst und befand sich unterhalb des Telefons in einer abschliessbaren Servicebox.


Dank C-Netz und Tunnelfunk konnte man im ICE telefonieren wie an jedem anderen Fernsprechhäuschen, die Funktechnik werkelte perfekt im Hintergrund. Schon 1990 brachte Die DB

Wer telefonieren wollte, konnte die Karte auch bei den Zugbegleitern erwerben, mit der Karte bekam er gleich die Technik erläutert:

Telefonkarte ICE C-Netz

Verschwiegen wurde dabei:

Die Gebühren wurden in der jeweiligen AEFK auf einer RAM-Disk mit 1MB gespeichert und konnten nur nach Transport dieser Disk nach Hamburg dort ausgewertet werden. Die Übertragung an die Post erfolgte dann über einen Datex-P-Anschluß an die Post.

Das war die High-Tech Lösung für die Datenübertragung Anfang der 1990er.

Bericht aus der Zeitschrift: Die Bundesbahn 1991/9 - PDF 1,8MB

Bericht aus dem Bildband: DB – Reise und Transport von 1992

Von der C-Netz Abschaltung am 30.12.2000 überrascht zeigte sich die DB:

„ Bahn: C-Netz-Telefone in ICE und EC/IC abgeschaltet

Die Zugtelefone in allen 370 ICE- und IC/EC-Zügen der Bahn sind seit einer Woche abgeschaltet und werden es noch geraume Zeit bleiben. Die bisherigen Zugtelefone arbeiteten im C-Netz der Telekom. Dieses Mobilfunknetz wurde jedoch zum Jahreswechsel außer Betrieb genommen. Die Bahn hatte es aber nicht rechtzeitig geschafft, ein Ersatzsystem aufzubauen.„Die Verhandlungen mit den Telefonnetzbetreibern haben sich so lange hingezogen“, sagte Bahn-Sprecherin Kornelia Kneissl. Inzwischen sind ihren Angaben zufolge Neuverträge mit der Telekom geschlossen: Die Züge werden Funktelefone erhalten, die im D1-Netz arbeiten.Mit den neuen Geräten werden die Gespräche dann auch billiger. Statt 2,63 Mark pro angefangener Minute kosten sie künftig rund 1,50 Mark und werden sekundengenau abgerechnet. Für das Bezahlen braucht man eine Telefonkarte (T-Card), die auch von den Zugbegleitern verkauft wird. Allerdings hat die Umrüstung der Züge bisher noch nicht einmal begonnen. Sie soll nach Angaben der Bahn „schrittweise im Frühjahr in den Werken Hamburg, Berlin und München erfolgen“.“

Originalbericht Chip online vom 08.01.2001, 09:39 Uhr

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Von 1926, 1952, 1962, 1970, 1974 , 1978 bis 1981 konnte man über das Zugsekretariat telefonieren.

Das Zugsekretariat war eine von der Deutschen Bahn in den Expresszügen angebotene Dienstleistung für Geschäfts-Reisende.

Mit dem Zugfernsprecher MüFu265 endete diese Ära und etablierte den Münzfernsprecher im InterCity.

Die logische Konsequenz zur Abschaltung des B-Netzes war das Kartentelefon im C-Netz.

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